Selbstmassage
Klingt angenehmer als sie ist ;) Währenddessen ist es eher ein - “puh ist das schmerzhaft” - anschließend dann ein manchmal schön fluffiges luftiges Gefühl im Gewebe.
Folter… äh… Massageihilfsmittel sind eine Gymnastikmatte, ein Tennisball (besser Lacrosseball), ein Doppel-Massageball und z.B. eine Haarbürste - letztere, um unter die Rippen zu kommen. Ich liebe diese hemdsärmelige Herangehensweise mit Haushaltsgegenständen. Der Deckel einer Pfeffermühle wäre auch geeignet - wenn man eine solche Pfeffermühle hätte. Kreativität ist gefragt.
Nun suche ich mir einen “guten” (d.h. schmerzhaften) Punkt in meinem Faszien-/Muskelgewebe nach anfänglicher Anleitung aus und bringe Druck auf diesen in einer dafür geeigneten Position. Das kann z.B. am Tischbein liegend sein, um den Ball damit am Nacken zu fixieren. Oder im Stehen an der Wand - je nach Körperteil.
Und dann - ohne weitere Bewegung - lange das Gewebe in den Ball hinein atmen, bis der Schmerz nachlässt. Das kann laaaaaange dauern. Und wenn der Schmerz schnell nachlässt, suche ich in der Umgebung eine schmerzhaftere Stelle. Aber ansonsten keine Hin- und Herbewegung wie klassischerweise mit einer Faszienrolle bzw. bei einer Massage. Ziel soll sein, Kalzifizierungen im tieferen Faszien-/Muskelgewebe (myofaszialen Gewebe) zu lösen. Während der Massage zuckt mein Körper manchmal oder es kommen Trauer und Tränen hoch. Darf alles da sein und fühlt sich erleichternd an.
Das Gehen nach der Massage fühlt sich manchmal an als wäre diese Körperstelle weicher und luftiger geworden. Spannend. Ein Schluck Wasser zur Rehydrierung trinken.