Das liebe Geld
Die erste fette Rate ist bezahlt. Nachdem ich verunsichert war, weil meine Bank nicht überprüfen konnte, ob die IBAN mit dem Zahlungempfänger übereinstimmt. Da ich eh ein kleines Stimmchen in mir habe, die sich fragt, ob das wirklich ein seriöses Angebot ist, war das ein gefundenes Fressen für diese Stimme. Schöne neue (Banken)Welt, in der alles EU konform auf Sicherheit geprüft wird. Nur wenn’s dann nicht klappt, ist’s halt blöd.
Eine solche Summe auszugeben hat auch was von Commitment in mir, dass “es sich dann auch wirklich lohnen muss” / “es das wert sein muss” und “ich es nutzen muss”. Interessant.
Die Frage, warum Krankenkassen so viel Geld für Ansätze und Behandlungen ausgeben, die nichts bringen oder sogar mehr schaden als nützen, aber wirklich sinnvolles nicht bezahlen, habe ich gedanklich nur kurz gestreift. Bringt nix außer schlechte Laune. Ich habe schon so viel Geld in meine Gesundheit investiert - hoffentlich dieses Mal mit Erfolg. Dazu kann ich maßgeblich beitragen, da es an mir liegt, wie ich das Programm nutze und mitmache.
Früher, als regelmäßig eine bestimmte Summe auf mein Konto als Angestellte floß, egal ob ich krank oder im Urlaub war (was für ein Luxus - das wurde mir erst als Selbständige klar) oder gearbeitet habe, habe ich mir weniger Gedanken über Geld gemacht. Es war einfach immer genug da für das was ich machen wollte. Allerdings war es die letzten Jahre eher zu “Schmerzensgeld” geworden, weil mir die Arbeit keine wirkliche Freude mehr machte und die Rahmenbedingungen nicht mehr passend für mich waren. Schmerzensgeld für einen Job, der mir körperlich (langes Sitzen am Stück) und emotional Schmerzen bereitete. Schmerzensgeld für meine Lebenszeit, die ich oft nicht in Freude verbracht habe. War es das wert? Ich fand nicht, deshalb bin ich aus diesem Hamsterrad ausgestiegen.